Jetzt heißt es zusammenhalten und Verantwortung zu übernehmen!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in Zeiten wie diesen wird der Wahlkampf schnell zur Nebensache! Vielmehr zeichnet sich ab, wer wirklich das Zeug zum Krisenmanager hat bzw. wer nur spricht aber die Herausforderung nicht erkennt. In diesen Situationen heißt es Verantwortung übernehmen!

Nicht erst ab dem 1.5.20 gebe ich alles, damit wir diese schwierige Zeit überstehen. Seit Montag stehe ich laufend im Kontakt z.B. Herrn Eimer, um die Versorgung für unserer Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Mit den Verantwortlichen der Tafel, um die Versorgung der Menschen, die vielleicht nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, gewährleisten zu können. Mit Gaststättenbetrieben, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten bzw. durch Aufträge der Gemeinde eine gewisse Unterstützung bieten zu können. Für unsere bedürftigen Mitmenschen haben wir ein Bürgertelefon eingerichtet, damit Ihnen unbürokratisch und rasch geholfen wird.

All diese Maßnahmen werden Tag für Tag aufs Neue überprüft und erweitert. Ausnahmesituationen mit Schul- und Kindergartenschließungen bis hin zu beschränkten Ausgangssperren haben wir bisher in Schwarzenbruck, im Nürnberger Land, Mittelfranken und auch in ganz Bayern bzw. Deutschland noch nicht erlebt! Dafür gibt es keine Blaupause! Was es nun braucht sind volles Engagement, Leistungsbereitschaft und Entschlossenheit gewisse Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die man im Nachhinein vielleicht hinterfragen kann, aber zum jetzigen Zeitpunkt notwendig und nach bestem Wissen und Gewissen getroffen werden.

Mein herzlicher Dank gilt allen, die uns in dieser Krisenzeit helfen! Sind es die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich spontan und ohne großes Zögern gemeldet haben um den Schwächeren in unserer Gesellschaft zu helfen. Sind es die vielen Beschäftigten in unserer Gesundheitsbranche, die aktuell über sich hinauswachsen und trotz der eh schon angespannten Arbeitsmarktlage, nie nach dem Warum fragen. Sie helfen einfach! Sind es die Verkäuferinnen in unserem Geschäften, die die Regale täglich teilweise 3-4 mal neu befüllen! Darüber hinaus gibt es noch viele weitere helfende Hände! Vielen herzlichen Dank allen, die in dieser schwierigen Zeit alles dafür tun, damit unser System weiter funktioniert!

Ihr Engagement soll nicht umsonst gewesen sein! Deshalb gilt es den gleichen Einsatz, für die Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen, zu leisten! Dafür sind u.a.  folgende Maßnahmen dringend geboten:

  1. Runder Tisch mit allen Gewerbetreibenden, um gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, damit unsere Arbeitsplätze vor Ort auch weiterhin sichergestellt werden können!
  2. Das spontan entstandene ehrenamtliche Engagement und bereits bestehende Helferstrukturen in unserer Gemeinde werde ich zusammenführen und damit die Hilfe für unsere Bürger bündeln und stärken.
  3. Schwarzenbruck verfügt bereits heute über eine gute Struktur an ärztlicher Versorgung. Trotzdem muss man Situationen wie diese nutzen, um mit den Verantwortlichen unseres örtlichen Gesundheitssystems über möglich Defizite und Verbesserungen zu beraten. Damit das Ergebnis dieser Analyse umgesetzt werde kann, werde ich Hand in Hand mit unseren Mittelzentrumsgemeinden (Feucht und Wendelstein) zusammenarbeiten. Ich bin davon überzeugt, alle drei Kommunen haben hier die gleichen Interessen und werden einstimmig die ärztliche Versorgung in jeder Gemeinde gleichermaßen optimieren.
  4. Unser Gaststättengewerbe hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Spätestens mit der Schließung zum 21.03.2020 erleiden Sie einen herben Rückschlag. Sie gilt es in Zeiten der Krise zu stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien für eine positive Zukunft zu erarbeiten. Ich lasse unsere Gaststätten nicht im Stich!
  5. Aus schwierigen Zeiten muss man lernen, auch wenn sie nicht vorsehbar war! Das digitale Angebot unserer Gemeinde wird erweitert. Wer sagt, dass wir Situationen wie diese nur einmal erleben?

Neben den genannten Maßnahmen werde ich mich allen weiteren noch entstehenden Herausforderungen annehmen und für eine positive Entwicklung unserer Gemeinde aktiv angehen. Eines steht fest. Die bisherigen Planungen für das Jahr 2020 und 2021, wahrscheinlich auch 2022 werden wir neu angehen müssen. Abhängig von der Dauer der Corona-Krise werden wir vor große Aufgaben gestellt.

Ich bin bereit für deren Bewältigung! Gemeinsam mit Ihnen werden wir diese Herausforderung angehen und bewältigen.

In Zeiten wie diesen müssen wir zusammenhalten. Trotz der weiterhin unklaren Lage über künftige Entwicklung usw. sehe ich die Chance des Zusammenrückens und der Solidarität! Lassen Sie uns als Gemeinschaft diese Aufgabe meistern!

Vielen Dank!

Ihr

Sebastian Legat