Was ich mich schon immer gefragt habe!?

Die Art des Wahlkampfes ist dieses Mal wirklich außergewöhnlich bis stark unter der Gürtellinie. Es werden falsche Behauptungen oder klare fake news veröffentlicht, der Arbeitgeber eines unserer Kandidaten angeschrieben. Das ist in meinen Augen kein sachlicher Wahlkampf, so wie ich ihn schon immer lebe und auch für richtig empfinde! Man sollte durch seine Argumente überzeugen!

Leider muss ich hier auch ein paar Sachen richtig stellen und manches einmal in Frage stellen!

Die CSU zum Beispiel behauptet „Wir kaufen keine Grundstücke, ohne zu recherchieren (Lindelburg). Gerade den Ortsteil in Klammern finde ich hier spannend! Einerseits wirbt die CSU bzw. deren Bürgermeisterkandidat mit seiner langjährigen Politikerfahrung und gleichzeitig ist er geborener Lindelburger und stammt aus einem landwirtschaftlichen Hof. Die kennen bekanntlich die Flächen in ihren Orten. Ich hoffe für die CSU sie versucht das nicht mir in die Schuhe zu schieben, denn als der Beschluss für den Kauf 2014 gefasst wurde, war ich noch lange im Personalamt tätig und hatte weder Kenntnis noch Einfluss auf die Beschlüsse zum Grundstückskauf.

Weiter behaupten sie „wir machen bei Rekordeinnahmen keine neuen Schulden“! Warum hat dann die CSU jedes Mal bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes zugestimmt? Die Haushalte (Finanzplanung) der Gemeinde Schwarzenbruck wurden jedes Jahr einstimmig beschlossen, auch wenn Kreditaufnahmen geplant waren! Das sind zwei Fragen die mich wirklich beschäftigen!

Doch auch bei den Grünen bin ich wirklich sprachlos! Deren Bürgermeisterkandidat ist einmal ein Grüner, dann wieder ein parteiloser und dann doch wieder ein Bunter! Beständigkeit, sicher keine schlechte Eigenschaft für einen Bürgermeister, sieht in meinen Augen anders aus! Als Bürgermeisterkandidat der Grünen hätte ich sicher kein gutes Gewissen, wenn auf dem Grundstück meines Einfamilienhauses 1 Jahr zuvor noch 40 Bäume und mehr standen. Besonders kritisch erachte ich es, wenn dann wirklich gute Bauprojekte für altersgerechtes Wohnen von den Grünen wegen 10 Bäumen einstimmig abgelehnt wird. Auch fordert der Bürgermeisterkandidat dass die Schwarzenbrucker aufs Fahrrad umsteigen sollen. Er selbst macht das aber nur, wenn ein Fotograf in der Nähe ist. Denn fast jeden Tag sieht man sein Auto oder eines auf das er sonst Zugriff hat, am Bahnhof stehen. Diese Doppelmoral zieht sich beim Wahlkampf durch. Es werden absichtlich falsche Angaben z.B. zu den geschätzten Kosten der Hauptstraße gemacht. Oder war das keine Absicht und man hat nur bei den Gemeinderatssitzungen nicht richtig aufgepasst? Sicher hat man auch bei dem Gentleman Agreement der im Gemeinderat Schwarzenbruck vertretenden Parteien zum plakatlosen Wahlkampf, den es übrigens seit vielen Jahrzehnten gibt, nicht richtig aufgepasst. Oder es zählen eben für manche andere Regeln!

Alles in allem blicke ich auf einen in meinen Augen krassen Wahlkrampf zurück, bei dem ich froh bin, dass am 15.03.2020 Wahl ist und danach sich hoffentlich wieder alle den wirklich wichtigen Themen unserer Gemeinde widmen! Denn dafür ist es schon lange Zeit! Ich bleibe bei meiner Einstellung und bleibe stets ehrlich und sachlich. Vielmehr setze ich auf die Vernunft der Schwarzenbrucker Bürger am 15.03.2020. Doch diese Informationen mussten einfach einmal heraus!